MaC v.2 Anatomie Atmungssystem

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Atmungssystem PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Florian Funke   
Sonntag, den 01. März 2009 um 11:08 Uhr

Das Atmungssystem

Besteht aus:
- Luftleitenden Organen (» Kopie)
- Lunge:
--- Bronchien (s.o.)
--- Lungenbläschen (Alveolen)
--- Atmungsmuskulatur
--- Atemzentrum (im Hirnstamm)
- Die Luftleitenden Organe sind mit Schleimhaut ausgekleidet (=Flimmerepithel) diese Transportieren Schleim + "Schmutz" rachenwärts.
- Funktion: Reinigung, Ernährung, Anfeuchtung.

Die Nase

Die Nase Besteht aus:
- Nasenhöhle mit Nasenscheidewand
- Nasennebenhöhlen » Kopie
Funktion:
- Resonanzraum der Stimme
- Gewichtsminderung des Schädels

Der Rachen

Muskelschlauch von der Schädelbasis bis zur Speiseröhre
Man unterteilt:
- Oberer Rachenraum: direkt hinter den Choanen (reiner Luftweg)
- Mundrachen: hinter der Mundhöhle, Luft + Speiseweg.
- Kehlkopfrachen: zwischen Zungengang + Kehldeckel im Kehlkopfrachen: Trennung von Luft und Speise wegen.

Der Kehlkopf

Aufbau siehe Kopie.
Der Kehlkopf ist mit der Schleimhaut ausgekleidet » bildet 2 übereinander liegende Faltenpaare:
- Taschenfalte (Taschenbänder)
- Stimmfalte (Stimmbänder)
- Liegt unterhalb der Taschenfalte
- Spalt zwischen den Stimmbändern » Stimmritze (Glottis)

Larynx-Funktion
1. Verschluss der Luftröhre (Trachea) beim:
- Schlucken » Schluckreflex
- Husten: Schutzreflex » die Stimmbänder verschließen die Glottis durch Kontraktion von
Rippen- + Zwerchfellmuskulatur, es entsteht ein erhöhter Druck im Brustkorb » Die Stimmritze wird
"aufgesprengt" der Starke Luftstrom reißt Fremdpartikel mit.
2. Stimmbildung:
- Luftstrom durch Stimmritze versetzt Stimmbänder in Schwingungen.
- Schwing-Ausschlag bestimmt Lautstärke.
- Schwing-Frequenz bestimmt Stimmhöhe.
- Vokale = Luft Durchstoß durch vorher geschlossene Stimmritze.
- Konsonanten: zusätzliche Modulation durch den Mundbereich.

Luftröhre

Aufbau siehe Kopie

Die Bronchien

Aufbau siehe Kopie
- Je kleiner die Bronchien, desto einfacher der Wandbau, die Alveoli-Wand besteht nur noch aus 1Epithelzell-Schicht.
- Alveolarzellen produzieren "surfactant" » verhindert das Zusammenfallen der Alveoli
(fehlendes surfactant verursacht Atemnot. Häufiges Syndrom bei Frühgeburten.)
- In den Alveoli befinden sich Alveolar-Makrophagen (=Fresszellen unseres Immunsystems)

Die Lunge

Aufbau siehe Kopie
Lage:
- In der Brusthöhle, seitlich vom Mediastinum (» enthält Herz, große Gefäße, Trachea, Speiseröhre)
- Grenzt an: Rippen, Zwerchfell (L.Basis)
- Überragen Schlüsselbein (L.Apet)
Aufbau: L.Hilus » Aus und Eintritt von: Hauptbronchien, Blutgefässen, Lymphgefässen
Lunge: Lungenlappen (rechts: 3 / links: 2), Lungensegmente (rechts: 10 / links: 9), diese werden belüftet durch Segmentbronchien.
Die Blutgefässe des Lungenkreislaufs (a./v. pulmonalis) folgen den Bronchialbaum bis zur Alveoli. » Sind Umgeben von den Lungen Kapillaren.
Aufgabe des Lungenkreislaufs: Gaus-Austausch, O2 Versorgung des Lungengewebes durch die direkt von der Aorta entspringenden Bronchialarterien.
Zusammensetzung der Lungenflügel:
- Bronchialbaum
- Blut/Lymphgefäße
- Glatte Muskulatur
- Lungengewebe mit vielen elastischen Fasern.
--- Ermöglicht die Gewebsausdehnung.

Die Pleura

- umhüllt beide Lungenflügel
- besteht aus:
--- Lungenfell (innen) » Pleura visceralis
--- Pleuraspalt
--- Rippenfell (außen) » Pleura parietalis
Pleuraspalt:
- gefüllt mit etwas Flüssigkeit
- hier herrscht Unterdruck » bewirkt Sogwirkung auf beide Lungenflügel, diese "kleben" an der Pleura und folgen daher allen Brustkorbbewegungen.
Das Lungengewebe ist bereits in Ruhe in einem gedehnten Zustand.
» ständige Neigung sich zu verkleinern. Dies wird verhindert durch die Sogwirkung der Pleura.

Lungen Physiologie

Atemmechanik
Widerstände bei Ein/Ausatmung
- Einatmung:
--- Eigenelastizität des Lungengewebes muss überwunden werden.
--- Strömungswiderstand, v.a. in den Bronchioli
- Ausatmung:
--- Strömungswiderstand
- Einatmung erfordert immer Muskelarbeit » siehe Arbeitsblatt.

1. Ventilation / Perfusion der Lunge
A) Anatomischer Totraum » Alle Atemwege außer Alveoli » Bei Ruhe-Atmung
- 350ml » Alveoli
- 150 ml » anatomischer Totraum
B) Funktioneller Totraum »
- Alveoli sind gut belüftet, aber schlecht durchblutet
- Alveoli sind schlecht belüftet, aber gut durchblutet
(In beiden Fällen » Kein Gasaustausch)

Normalerweise passt die Lunge die Alveolardurchblutung an die Belüftung an.
(Notiz: Haut = ~2m² / Lunge = ~70m² - Sauerstoffpartialdruck = Teildruck = Teildruck der Luft, die ja auch aus anderen Gasen besteht.)
2. Gasaustausch
A) Konzentrationsunterscheid
O2 » Sauerstoffpartialdruck (Alle 5000m Halbiert sich der Druck der Luft)
Alveoli: 100 mmHg
Blut: 40 mmHg
CO2
Alveoli: 40 mmHg
Blut: 46 mmHg
B) Kurze Distanz:
Überwindung von:
- Alveolarzellen
- Endothelzellen (begrenzen Blut Kapillaren)
C) Große Oberfläche: ~70m²

Lungenfunktionstest (=Spirometrie)

Zur Diagnose von Ventilations-Störungen » Messung der "Compliance" (=Dehnbarkeit) des Lungengewebes, wird v.a. beeinflusst durch:
- Elastische Fasern
- Surfactant
Tiffeneau-Test
Dient zur Messung des Atemwegs-Widerstandes durch Bestimmung des Sekunden-Widerstandes. (=Ausatmung in der 1ten Sek. nach maximaler Einatmung)

Steuerung durch das Atemzentrum

- Sendet Impulse an die Atemmuskulatur
- Empfängt Information von:
- Atem-Muskulatur
- Blut: O2 / CO2 Konzentration + pH-Wert
Die Atmung wird Stimuliert durch:
- Hohe CO2 Werte (wichtigster Antrieb)
- Niedrige O2-Werte
- Niedriger pH

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. November 2010 um 15:41 Uhr
 

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