Blut
Funktionen
- Transport von Atemgasen
- Transport von Nähr- / Abfallstoffe
- Transport von Hormonen
- Abwehrfunktion
- Puffersystem (CO2)
- Wärmehaushalt
- Blutgerinnung (Eigenfunktion)
Blutvolumen: 5-6l Zusammensetzung des Blutes: 1.Blutplasma (siehe Kopie) 2.Blutzellen (siehe Kopie) 1) besteht aus: -90% H2O, 8% Proteine, 2% Ionen, Glukose, Hormone, Vitamine
Blutproteine
Albumin » 60% aller Blutproteine, osmotisch Wirksam Globuline (a,ß,g) » a,ß-Globuline = Gerinnungsfaktoren g-Globuline = Abwehrfunktion (g = gamma)
Die Erythrozyten
- tragen an der Oberfläche die Blutgruppen antigene. - Besitzen keinen Zellkern - Das Zellinnere ist gefüllt mit Hämoglobin - Lebensdauer ca. 4 Monate (Beim Zellabbau in der Milz erfolgt Freisetzung von Hämoglobin » Kopie) Transport der Atemgase 1. O2 » zu 98% gebunden an Hämoglobin » bindet an das eisenhaltige Farbstoffmolekül Häm » lockere, d.h. leicht zu lösende Bindungen 2. CO2 » 10% also CO2 im Plasma gelöst » 10% als CO2 im Hämoglobin gebunden » 80% als Bikarbonat (Zur hälfte im Plasma zur hälfte im Erythrozyt)
Die Leukozyten
4000 - 10000 µl Gemeinsame Eigenschaften: - Zellkern - Funktion » Infektabwehr / erhöhte Anzahl bei Infekten 3 Zellgruppen: - Granulozyten 60% - 80% - Monozyten 2% - 20% - Lymphozyten 20% - 40% Lebensdauer: Tage – Jahre
Die Granulozyten
Neutrophile Granulozyten » wandern ins Gewebe - 70% aller Granulozyten » phagozytieren Mikroorganismen = Fresszellen Eosinophile Granulozyten Basophile Granulozyten » Parasitenabwehr, allergische Reaktionen
Die Monozyten
Können sich wie Granulozyten selbstständig Fortbewegen » wandern ins Gewebe phagozytieren dort Mikroorganismen = Fresszellen Im Gewebe werden Monozyten als Makrophagen bezeichnet.
Die Lymphozyten
Vorwiegend im lymphatischen System zu finden. Man unterscheidet: T-Zellen (Reifung im Thymus) B-Zellen (Reifung im Knochenmark) gebildet im Knochenmark Funktion: Die Leukozyten können fremd von eigen unterscheiden. Sie erkennen einige der Oberflächenstrukturen, die alle Zellen bzw. Mikroorganismen besitzen. Werden diese Strukturen als fremd erkannt, wird von den Leukozyten eine Abwehrreaktion gestartet. Die Oberflächenstrukturen, die eine solche Abwehrreaktion auslösen können, nennt man Antigene. Man unterscheidet: Unspezifische Abwehr: (1. Front – Fressen alles) » Makrophagen » Granulozyten Zellen » Komplement System » Im Plasma Spezifische Abwehr: (2. Front sind jeweils Spezialisiert) » B/T Lymphozyten » Antikörper » im Plasma Jeder einzelne Lymphozyt erkennt ein bestimmtes Antigen Nach 7 – 11 Tagen sind genügend Zellen gebaut. Erkennt ein B-Lymphozyt sein Antigen, teilen sie sich und werden zu Plasmazellen. Diese Produzieren massenhaft Anti-Körper genau zu diesem Antigen. Die Anti-Körper werden ins Plasma ausgeschieden + binden das Antigen » Eindringling wird vernichtet. Die T-Zellen sind die Regulatoren der Abwehrreaktion » können diese stimulieren, verstärken oder unterdrücken. Ein Teil der Lymphozyten wird nach dem ersten Antigen Kontakt zu Gedächtnis-Zellen » verliehen Immunität nach Antigen-Kontakt (Impfung, Kinderkrankheiten)
Die Blutgruppen Antigene
Die Blutgruppen werden bestimmt durch die An- bzw. Abwesenheit von bestimmten Zelloberflächenstrukturen auf den Erythrozyten (=Blutgruppen Antigene) » Kopie. Im Plasma befinden sich von Geburt an Antikörper gegen die fremden Blutgruppenstrukturen A+B (=Anti-A-Antikörper, Anti-B-Antikörper) Antikörper gegen den Rhesus Faktor (=Anti-D-Antikörper) sind nicht von Geburt an im Blut, sondern werden im Rhesus Negativen Blut nach Kontakt mit Rhesus Positivem Blut gebildet. Diese Antikörper sind im Gegensatz zu den Anti-A-Antikörpern + Anti-B-Antikörpern plazentagänig! Bei Vermischung unterschiedlicher Blutgruppen verbinden sich die Plasma-Antikörper der einen Blutgruppe mit den passenden Blutgruppen Antigenen auf den Erythrozyten anderen Blutgruppe z.B. Plasma Blutgruppe B (= Anti-A-Antikörper) + Erythrozyten Blutgruppe A (= A-Antigen) » Das Blut verklumpt (Verklumpung = Agglutination) » Blutgruppen-Unverträglichkeits-Reaktion
Blutgerinnung
Erste Phase: Blutstillung = Hämostase 1) Zusammenziehen des Blutgefäßes 2) Verklumpung der Blutplättchen » Pfropfbildung = weißer Thrombus Zweite Phase: Gerinnungsphase Aktivierung der Gerinnungsfaktoren I – XIII (» Gerinnungskaskade) über 2 verschiedene Systeme: 1) Endogenes System » Aktivierung von Faktor X 2) Exogenes System » Aktivierung von Faktor X Die Gerinnungsfaktoren werden in der Leber gebildet, notwendig ist dafür Vitamin K. Beide Phasen Starten gleichzeitig, die 2te Phase wird zeitlich später wirksam.
Das Lymphatische System
Besteht aus: 1. Lymph Organen: Primäre Lymphatische Organe (Bildung + Reifung von Lymphatischen Zellen): - Knochenmark - Thymus » Aufgebaut aus retikulärem Bindegewebe » Bildet Netzwerk, in das Zahlreiche Lymphozyten bzw. Vorläuferzellen (Knochenmark) eingelagert sind. Sekundäre Lymphatische Organe (» Arbeitsstätten der Lymphatischen Zellen): - Milz - Lymphknoten - Lymphatischer Rachenring - Lymphatisches Gewebe des Dünndarms 2. Lymphbahnen: In den Lymphbahnen wird die Lymphe transportiert. Sind zum Gewebe hin offen. Sie vereinigen sich zu immer größeren Lymphgefäßen, letztlich zum Ductus thoracicus » mündet in Li. V. Subclavia. In den sekundären Lymphatischen Organen bilden die B-Zellen häufig rundliche Zellansammlungen » Lymphfollikel. Funktion: - Transport der Gewebsflüssigkeit - Transport von Nahrungsfetten - Abwehrfunktion
Die Milz
Lage: Li. Oberbauch unter dem Zwerchfell Aufbau: Am Milzhilus Ein-Austritt von Arteria / Vena lienalis Milzgewebe = Pulpa Rote Pulpa » große Bluträume (Blutsini) Weiße Pulpa » Lymphatisches Gewebe Die Arteriellen Kapillaren münden oft in Blutsini (=offene Kreislauf), in deren Wände sich enge Spalten befinden » hierdurch Passage der Blutzellen in Venöse Kapillaren. Funktion: - Abbau der Erythrozyten - Thrombozytenspeicher - Abbau kleiner Thromben - Vor der Geburt: Hämostase |