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Herz-Kreislauf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Florian Funke   
Sonntag, den 01. März 2009 um 11:56 Uhr

Herz-/Kreislauf

Das Herz

Aufbau » siehe Kopie
Alle Herzklappen öffnen sich nur bei Druck oder Sog, und werden wieder zugedrückt.

Aufbau der Herzwand
Von Innen nach Außen:
- Endokard » Epithelschicht (1mm dick)
- Myokard » Herzmuskelschicht (re. 2-4mm dick / li. 8-11mm dick)
- Epikard » Epithelschicht (1mmdick)
Das Herz wird umhüllt vom Perikard
- innen Epithel, außen Bindegewebe
- dies ist verwachsen mit Pleura + Zwerchfell » fixiert das Herz im Mediastinum
Zwischen Epi- Perikard: Perikardhöhle, ist mit Flüssigkeit gefüllt, diese bildet einen Gleitfilm.

Die Blutversorgung des Herzmuskels

- A. coronaria dextra (re) / sinistra (li) = Herzkranzgefäße » 1er Abgang der Aorta
Variationen im Verlauf sind möglich.
Meist versorgt:
1. die rechte A. coronaria » re. Atrium, re. Ventrikel, Herzhinterwand
2. die linke A. coronaria » li. Atrium, li. Ventrikel, Herzscheidewand
Erregungsleitung im Herzen
Wichtig für richtigen Verlauf der Impuls/Kontraktionswelle:
- refraktäre Periode: Direkt nach einem Impuls ist die Muskelzelle nicht mehr elektrisch erregbar » Schutz vor zu schneller Kontraktionsfolge.
- Elektrolyt-Konzentration (K,Ca) im Norm Bereich.
- K erhöht: Muskel zu leicht erregbar / K erniedrigt: "Muskellähmung"
- Ca: Bewirkt Kopplung zwischen Impuls + Kontraktion » elektromechanische Kopplung

Herzzyklus

Wichtig: Atria (Kammer) kontrahieren vor Ventrikel (Kammer).
- Segelklappen öffnen bei Sog und schließen bei überdruck.
- Taschenklappen öffnen sich bei Anspannung der Ventrikel (Überdruck) und schliessen sich beim Sog der Ventrikel (wenn diese leer sind.)
Anpassung der Herzleistung an körperliche Belastung:
- Über das vegetative Nervensystem
» über para/ sympathische Nervenbahnen
werden stimuliert bzw. gehemmt:
- Herzfrequenz
- Erregbarkeit des Herzmuskels
- Kraft der Kontraktion
- Geschwindigkeit der Erregungsleitung
- Autonome Regulation des Herzens
ein erhöhtes Blutvolumen im Ventrikel bewirkt extra Dehnung der Muskulatur » diese kontrahiert mit verstärkter Kraft » erhöhte Kontraktionskraft bewirkt erhöhtes Schlagvolumen.
» siehe Kopie

Interne Blutdruckmessung

über Druckrezeptoren im Aortenbogen + Gabelung der a. carotis (Truncus brachiocephalicus)
Impulse werden weitergeleitet an das Kreislaufzentrum im Verlängertem Rückenmark » reguliert über das Vegetative Nervensystem:
z.b. » Blutdruck » Erschlaffung der Gefäßwand » verringert Herzzeitvolumen » verringert Blutdruck

Die Regulation der Herzleistung

Definition Herzleistung:
Schlagvolumen x Schlagfrequenz = Herzzeitvolumen
Schlagvolumen: 70ml / Kontraktion
Schlagfrequenz: 70 Kontraktionen / Minute
Beispiel: 70ml x 70 = 4,9l » Herzzeitvolumen
Bei körperlichen Belastungen können sowohl Schlagvolumen als auch Schlagfrequenz stark zunehmen
z.B. 80 x 120 = 9,6l/min
Max. Herzzeitvolumen: 25l/min

Der Kreislauf

Arterien (siehe Arbeitsblatt, ich werde das Arbeitsblatt wenn ich es wiederfinde einscannen und Online stellen.):
A)Aorta + herznahe Arterien = Arterien des Elastischen Typs
» Gefäßwand dehnt sich in Systole und speichert einen Teil des ausgestoßenen Blutes, dieser wird während der Diastole weitergeleitet » der stoßweise Ausstoß von Blut wird in eine gleichmäßige Strömung umgewandelt. (Windkesselfunktion der Aorta)
B)große herzferne Arterien + kleine Arterien = Arterien des Muskel Typs » können durch Kontraktion / Entspannung das Ausmaß der Organ Durchblutung bestimmen.
C)Siehe B
D)Arteriolen » regeln Blutzufluss zu dem nachfolgenden Kapillargebiet.
E)Kapillaren » verbinden Arterien mit Venen, nur hier findet Stoffaustausch mit dem Gewebe statt.
F)Venen: ( F + G )
G)Siehe F
a.Deutlich geringerer Anteil an glatter Muskulatur in Tunica media (=dünne Gefäßwände + weites Lumen)
b.Hier befindet sich mehr als 2/3 des gesamten Blutvolumens = Kapazitätsgefäße (v.a. F + G)
H)Große herzferne Venen » besitzen Venenklappen » wichtig für den Rücktransport des Blutes Richtung Herz.

Der Blut-Transport im Gefäßsystem

- von der Aorta zu den Kapillaren durch den Blutdruck
- Kapillaren zu den Venen » Herz spielt hier keine Rolle, venösen Rücktransport nur durch:
1. Muskelpumpe: Venenwände sind eingebettet an Muskeln, werden bei jeder Bewegung eingedrückt » Bewegung des Blutes » wird von Venenklappen herzwärts gelenkt.
2. Arterio-Venöse Kopplung: Die mittleren und kleinen Arterien sind meist mit "Begleitvenen" in Bindegewebe eingebunden » arterielle Pulswelle sorgt für Bewegung des Venösen Blutes » s.o.
3. Sogwirkung durch unterdruck bei Inspiration (Einatmung)

Stoffaustausch - Kapillaren / Gewebe

Flüssigkeits- / Stoffaustausch hängt ab von 2 Kräften:
- Blutdruck
- Kolloidosmotischer Druck
» Der Blutdruck treibt Flüssigkeit / Stoffe in das Gewebe
» Der kolloidosmotische Druck treibt Flüssigkeit / Stoffe vom Gewebe ins Blut
Ursache kolloidosmotischer Druck:
Endothelzellen sind undurchlässig für Blutproteine » es entsteht daher ein osmotischer Druck (=kolloidosmotischer Druck)
Im Bestreben zum Konzentrations-Ausgleich strömt Flüssigkeit (+Abfall) Richtung Blutgefäss » siehe Arbeitsblatt.
Das Gleichgewicht zwischen Blutdruck + kolloidosmotischem Druck bewirkt das 90% der ins Gewebe gepressten Flüssigkeit wieder in die Kapillaren zurück fließen; 10% werden über die Lymphgefäße abtransportiert. (20 Liter ins Gewebe, 18l ins Blut, 2 Liter in Lymphgefäßen)

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. November 2010 um 15:08 Uhr
 

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