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Geschrieben von: Florian Funke
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Sonntag, den 01. März 2009 um 13:25 Uhr |
EKG
Warum / Wofür?
Bei der Kontraktion des Menschlichen Herzens entstehen elektrische Ströme. Diese sehr geringen Ströme breiten sich bis über das Herz hinnaus aus, und können an der Körperoberfläche gemessen werden. Durch das Elektrokardiogramm kann folgendes beurteilt werden: - Herzrhytmus - Geschwindigkeit der Herzschläge - Erregung der Herzmuskulatur Durch die Ableitung lassen sich z.B. Herzinfarkte erkennen. Des weiteren wird ein EKG bei Vorsorge Untersuchungen, zur Schrittmacher Kontrolle und vor Operationen durchgeführt.
Wie?
Zur Ableitung werden 10 Elektroden eines EKG Gerätes auf der Körperoberfläche des Patienten angebracht. Diese Elektroden können Saugelektroden oder Selbstklebende Einmal Elektroden sein. Die Elektroden werden immer an gleicher Stelle angebracht, sonst ist eine einheitliche Diagnostik nicht möglich. Es gibt 2 verschiedene Ableitungen: - Brustwandableitung - Extremitätenableitung Meist werden jedoch beide Ableitungen mit ein und dem selben Gerät gemsssen. Dafür werden die Elektroden an folgenden Stellen angebracht: V1 = rechts parasternal (neben dem Sternum) im 4ten Interkostalraum V2 = links parasternal auf gleicher Höhe wie V1 V3 = auf der 5ten Rippe zwischen V2 und V4 (deshalb bietet es sich an, erst V4 an zu bringen.) V4 = in der linken Mediaklavikularlinie im 5ten Interkostalraum. (evtl. muss die Elektrode bei Patientinnen mit grossen Brüsten unterhalb der Brust befestigt werden. V5 = zwischen V4 und V6 in Höhe von V4. V6 = Mittlere Axialarlinie in Höhe von V4. Die Extremitätenableitungen haben in der Regel 4 verschiedene Farben, die folgendermaßen angebracht werden: Rot = Rechter Arm (kann man sich an dem R gut merken.) Gelb = Linker Arm Schwarz = Rechtes Bein (Dient der Erdung) Grün = Linkes Bein
 Schematische Darstellung der Platzierung von EKG Elektroden. Quelle des Bildes: josefsklinik.de
Im EKG sind dann Zacken, Wellen und Komplexe zu sehen. Die Zeiten sollten wie folgt sein: - P-Welle weniger als 0,1 sek - Q-Zacke sowie R- und S-Zacke, der sog QRS Komplex ebenfalls weniger als 0,1 sek - PQ-Intervall, die Zeit zwischen Anfang P-Welle und ende Q-Zacke 0,1 - 0,2 sek - QT-Intervall, die Zeit zwischen Anfang Q-Zacke und ende T-Welle ist frequenzabhängig 0,32 - 0,39 sek Die Erregungsleitung stellt sich wie folgt da: - P-Welle: Ausbreitung der Erregung in den Vorhöfen - QRS-Komplex: Kammererregung - T-Welle: Ende der Kammererregung bzw. Erregungsrückbildung - PQ-Intervall: Überleitungszeit - QT-Intervall: De- und Repolarisation - U-Welle: Ist eine nicht konstante erscheinung nach der T-Welle. Kann z.B. bei Elektrolytstörungen auftretten.
 Schematische Darstellung eines Herzzyklus im EKG.
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. November 2010 um 15:55 Uhr |