1. Leukämie
1.1 Definition, Einteilung, Symptome
1.1.1 Definition
Leukämie (grichisch: weißes Blut), umgangsprachlich auch bekannt als Blutkrebs oder auch bekannt als Leukose. Die Leukämie ist nicht wie fälschlicherweise angenommen wird eine erkrakung des Blutes, sondern viel mehr eine Erkrakung des Knochenmark-Gewebes, welches die weißen Blutkörperchen bildet. Und ist gekennzeichnet dadurch, dass dann zu viele Blutkörperchen der "Vorstufe" existieren (sog. Blasten) bzw. gesunde Zellen fehlen. Die Lymphatische Leukämie geht jedoch nicht direkt vom KM aus, sondern findet ihren ursprung in den Lymphatischen Organen (dort werden die Lympohzyten differenziert.) Es findet eine sog. autonome proliferation unkontrollierter Leukozyten statt. Da sich hinter dem Beriff "Luekämie" eine Vielzahl an verschiedenen Erkrankungen verbirgt, ist es oft fatal, dass die Diagnose "Leukämie" direkt als Todesurteil aufgefasst wird. Die Heilungsrate und -chance ist im Kindesalter ungefähr 75% und damit wesentlich höhher als bei Erwachsenen.
1.1.2 Einteilung
Man unterscheidet zwischen chronischen und akuten Leukämien. Akut Akute Lymphatische Leukämie (ALL) Betroffen sind: die Lymphozyten Blutbefunde: Verminderung der Thrombozyten (Thrombopenie), Vermehrung der Leukozyten (Leukozytose), Verminderung der Leukozyten (Leukopenie). Organbefunde: Schwellung der Lymphknoten, Milz- oder Lebervergrößerung. Akute Myeloische Leukämie (AML) Vermehrte existenz von Myeloblasten oder Monoblasten. Blutbefunde: Blutarmut (Anämie), Verminderung der Thrombozyten (Thrombopenie), Vermehrung der Leukozyten (Leukozytose), Verminderung der Leukozyten (Leukopenie) Organbefunde: Haut- und Schleimhautblutungen, Zahnfleischwucherung, Hauttumoren (Chlorome) Chronisch Chronische Myeloische Leukämie (CML) Vermehrung von Granulozyten und deren Vorstufen in Knochenmark. Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) Direkte vermehrung von Leukozyten mit Lymphozytenanteil bis zu 95% Selten Hybride Leukämie (Leukämie bei der gleichzeitig myeloische und lymphatische Zellen beteiligt sind.)
1.1.3 Symptome
- Fieber - Blässe - Anämie - verminderte Leistungsfähigkeit - Müdigkeit/Abgeschlagenheit - Atemnot selbst bei mäßiger Belastung - Nasenbluten - schwer stillbare Blutungen (z.B. nach Zahnarztbesuch) - winzige punktartige Blutungen vor allem an Armen und Beinen - uncharakteristische Kopfschmerzen - Benommenheit - Knochenschmerzen - Entzündungen - häufig wiederkehrende Erkältungen - blaue Flecken - geschwollene Lymphknoten - vergrößerte Leber - vergrößerte Milz - hypertrophische Gingivitis (wunderung des Zahnflsiches) - Meningeosis leukämica
1.2 Ursachen, Risikofaktoren
Ursachen sind bis heute zum großen teil ungeklärt. Risikofaktoren sind bekannt:
- chemische Substanzen (z.B. Benzol)
- radioaktive Strahlung
- genetische Fakoren
- bei einigen Leukämie Formen: Viren
- als entwicklung aus einer anderen Hämatologischen Erkrakung
1.3 Diagnostik
1. Labor bzw. Blutbild: BSG erhöht, (mehr Zellen im Blut) Harnsäure erhöht, LDH erhöht (beides aufgrund vermehrtem Zell abbau) 2. Knochenmarksbiopsie (Knochenmarkentnahme) zur Typisierung 3. Ultraschnall von Leber, Milz und Lymphknoten 4. bei v.a. Meningeosis leukämica -> Liquor Punktion ("Knochenmarkswasser" wird untersucht.)
1.4 Therapie, medikamentöse Behandlung
In erster Linie Behandelt man mit einer Chemotherapie. Jedoch hat man in den letzen Jahren mit neuen Medikamenten z.B. STI571 bzw. Glivec® sehr gute Erfolge erziehlt. Bei der CML oder akuten Formen kann eine Stammzelltransplantation Heilung bringen, hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass die Transplantation an sich erhebliche Risiken birgt. Bei den akuten Formen wird außerdem mit guten Erfolgen oft eine Strahlentherapie durchgeführt.
1.5 Pflegemaßnahmen, Ernährung, Rehabilitation
Die Pflegemaßnahmen richten sich in erste Linie nach dem Stadium der Erkrankung, bzw. nach den Symptomen / Begleiterkrankungen. Die Pflege sollte aktivierend arbeiten, dass heißt: Der Patient sollte maximal so weit wir nötig unterstützt werden. (So viel wie nötig, so wenig wie möglich.) Da es sich bei Leukämie um eine Krebsart handelt, gilt es hier ganz spezielles Augenmerk auf die Psyche des Patienten so richten.
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